Neues Bike gesucht: Cube Fritzz Rahmen im Detail

Ich bin momentan auf der Suche nach einem neuen Mountainbike. Ein Fully soll es werden, und vom Einsatzbereich eher in die abfahrtslastige Enduro-Ecke gehen (Bikepark-Einsätze nicht ausgeschlossen). Zurzeit sehe ich mir die „üblichen Verdächtigen“ unter den Bike Herstellern an und bin vorerst bei Cube Bikes hängen geblieben.

Das Modell Cube Fritzz würde vom Einsatzgebiet schon ganz gut passen. 160mm Federweg vorne und hinten, Fox Fahrwerk (Federgabel und Dämpfer), vernünftige Ausstattung mit Parts bekannter Marken wie FSA, Syntace und Shimano. Ein Leichtgewicht ist das Fritzz mit 14,3kg aber nicht wirklich.

Interessant bei Cube Fahrrädern finde ich die technischen Details, die man mittlerweile bei den Rahmen berücksichtigt, um Eigenschaften wie die Stabilität und die Steifigkeit zu beeinflussen. Einige der Neuerungen will ich nachfolgend etwas genau betrachten.

Da wäre zum Beispiel das X12-Steckachse System von Syntace am hinteren Ausfallende. Der normale Schnellspanner, so wie ich das von meinem aktuellen Bike kenne, hat 9mm Durchmesser. Beim X12-System hat die Achse 12mm Durchmesser. Das erhöht die Steifigkeit des Hinterbau, es können größere Kräfte und Momente aufgenommen werden. Außerdem führte die stabilere Bremsscheibenposition zur besseren Einstellbarkeit der Bremsanlage (Stichwort schleif- und geräuschfreies Bremsen).

Das Nächste ist das Press Fit Innenlager. Das kommt zwar beim Cube Fritzz nicht zum Einsatz, ich möchte es dennoch kurz beschreiben, da ich es für eine gute Alternative zu aktuellen Innenlager-Systemen halte. Bei Press Fit werden die Lagerschalen nicht mehr in den Rahmen geschraubt (vgl. Hollowtech II), sondern sind schon eingepresst. Das Lagergehäuse ist breiter, die Tretlagersteifigkeit erhöht sich und führt zu einer höheren Seitensteifigkeit. Gerade die Seitensteifigkeit ist bei Mountainbikes bzw. Fahrrädern allgemein extrem wichtig, zum Beispiel wenn man im Wiegetritt fährt. Hierbei wirkt ein großes Drehmoment auf das Tretlager.

Zuletzt die Rahmenform. Sieht doch schick aus, oder? Das kurze Verbindungsrohr zwischen Oberrohr und Sattelrohr sorgt für zusätzliche Stabilität. Die Sattelstreben sind recht dünn ausgeführt. Das sorgt für höheren Fahr- bzw. Federkomfort. Trotzdem sind die beiden Sattelstreben noch miteinander verbunden, was ebenfalls wichtig für die Stabilität des Hinterbau ist.

Soweit zur technischen Seite heutiger Rahmenbau-Praxis. Mal schauen, welches Enduro es am Ende für mich wird. Vielleicht hat hier noch jemand einen Vorschlag? Dann ab damit in die Kommentare!

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